Wartburg - Sängerwiese - Wilde Sau - Hohe Sonne - Schloss Wilhelmsthal - Altenberger See - Etterwinden - Lutherstammort Möhra - Schweina - Schloss Altenstein - Steinbach - Lutherdenkmal im Glasbachgrund - Glasbachkopf - Schillerbuche - Rennsteig - Ruhlaer Häuschen - Ascherbrück (Waldgasthof "Hubertushaus") - Zollstock - Hohe Sonne - Wilde Sau - Sängerwiese - Wartburg
Der Weg beginnt und endet am Vorhof zur Wartburg bei der Zugbrücke zum Eingangstor. Unterhalb der Zugbrücke ist der Lutherweg in Richtung Hohe Sonne - Möhra ausgeschildert. Er führt (zusammen mit dem Wartburgpfad und Pummpälzweg) unterhalb der Wartburg in einigen Serpentinen in Richtung Süden. Am Wartburgblick gibt es eine schöne, duch Laubbäume eingerahmte Aussicht auf die Wartburg. Der Lutherweg verläuft weiter durch die Wälder südlich der Wartburg bis zur Gaststätte "Waldhaus Sängerwiese". 1,5 km südwestlich der Sängerwiese erreicht man das Steinkreuz "Wilde Sau", ein mittelalterliches Sühnekreuz an der Stelle eines Jagdunfalls. Von dort folgt man dem Rennsteig bis zur "Hohen Sonne", dem Pass des Thüringer-Wald-Kamms südlich von Eisenach. Vor dem sanierungsbedürftigen ehemaligen Jagdschloss Hohe Sonne zweigt rechts ein Waldweg nach Süden ab, den in gut 2 km zum Park und Schloss Wilhelmsthal führt, ein ehemaliges Jagdschloss Eisenacher und Weimarer Herzöge. Der Wilhelmsthaler Park, das Schlossensemble und der künstlich angelegte See werden seit Jahren saniert. Über den Altenberger See (Campingplatz mit Gaststätte) geht es auf dem Lutherweg weiter an Etterwinden vorbei (Gaststätte "Rennsteigblick") bis zum Lutherstammort Möhra. Martin Luther besuchte 1521 auf dem Rückweg vom Wormser Reichstag seine Verwandschaft in Möhra und predigte dort auf dem Dorfplatz. Im hübschen Dorf Möhra hat fast alles mit Luther zu tun: Lutherstraße, Lutherplatz, Lutherstammhaus, Lutherdenkmal, Lutherkirche mit Lutherbibliothek. Nur der kleine öffentliche Geflügelpark Möhra mit alten, besonderen Geflügelrassen kommt ohne Luther aus. Hinter Möhra wendet sich der Lutherweg Richtung Südosten an Feldern vorbei nach Gumpelstadt (Gemeinde Moorgrund) und Schweina. 1,2 km durch den Ortsteil Glücksbrunn entlang der Altensteiner Straße kommt man auf der Straße Alte Mark direkt zum schönen Altensteiner Park und schließlich zum hübschen Schloss Altenstein, ehemalige Sommerresidenz der Meininger Herzöge. Auf dem Lutherweg geht es östlich nach Steinbach. Von dort folgt der Lutherweg dem Luthergrund/Glasbachgrund am Kallenbach nach Norden Richtung Ruhla/Rennsteig. An der Stelle des Lutherdenkmals im Wald unterhalb des Rennsteigs soll die "Entführung" Martin Luthers am 4. Mai 1521 stattgefunden haben: Auf Befehl Friedrich des Weisen (Landesherr von Sachsen-Thüringen) hielten bewaffnete Reiter die Reisekutsche an, nahmen Martin Luther mit und brachten ihn auf die Wartburg ins Asyl, wo er 10 Monate als Junker Jörg lebte. Durch päpstlichen Bann und die Reichsacht Kaiser Karl V. vom Wormser Reichstag war Martin Luther wegen seiner evangelischen Lehren vogelfrei und damit in Lebensgefahr. Während des Aufenthalts auf der Wartburg übersetzte Martin Luther das Neue Testament aus dem griechischen Original ins Deutsche. Der Lutherweg führt weiter bergauf bis zur Wüstung Glasbach, wo er den Rennsteig erreicht (Wallfahrt am Rennsteig). Von der Straßengabelung Glasbachstein an der Glasbachwiese geht es auf dem Rennsteig an Aussichtspunkten und Schutzhütten vorbei zurück zur Hohen Sonne. Bei Ascherbrück erreicht man den Waldgasthof Hubertushaus an der Straße nach Ruhla. Der Rennsteig führt weiter durch den Thüringer Wald nach Norden bis zur Hohen Sonne. Für den Rückweg zur Wartburg kann man den gleichen wie den Herweg oder einen anderen der vielen Wanderwege in den Wäldern und Schluchten südlich der Wartburg wählen (z.B. durch die Drachenschlucht).