Schon das Äußere des Museums ist Sehenswert. Der typisch thüringisch-fränkische Fachwerkbau mit hessischem Einfluss wurde in der Fassade zwischen dem ersten und zweiten Stockwerk mit einem prächtigen Rautenband geschmückt. Im Inneren beeindruckt der Hausflur mit sichtbarer Fachwerkkonstruktion, der bis ins zweite Stockwerk hinaufreicht. Das Ruhlaer Museum ist ein denkmalgeschützes Objekt und in die regionale Dankmalliste eingetragen. Es zeigt in seinen 15 Ausstellungsräumen die handwerkliche und industrielle Entwicklung vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. Handwerk und Erfindergeist ließen in Ruhla Produkte von Weltbedeutung entstehen. Bewundernswert ist auch die umfangreiche Sammlung historischer Tabakpfeifen, die in den Materialien Holz, Meerschaum, Ton und Porzellan gefertigt wurden und nicht selten außergewöhnliche Kuriositäten zeigen. Gezeigt wird ferner die Darstellung von Kultur- und Lebensweise der Menschen im Ruhlaer Tal. Zu sehen sind Wohn- und Arbeitsbedingungen sowie Brauchtum, Ruhlaer Persönlichkeiten, Volkskunde, eine geologische Sammlung und eine Sonderausstellung zu Friedrich Lux.